Gut zu wissen beim Lernen zuhause

Strukturierter Tagesablauf und Organisation

Für viele Familien hat sich während der Homeschooling-Zeit das Schaffen bzw. Beibehalten einer Tages-Struktur bewährt. Das heißt Aufstehen, Frühstücken, Schule, Mittagessen, (Hausaufgaben), Freizeit, Abendessen, Schlafengehen zur ungefähr gleichen Zeit wie sonst auch. Hier können auch schriftliche Wochenpläne hilfreich sein.

Gemeinsame Mahlzeiten bilden gute Möglichkeiten für Pausen und das Zusammenkommen der Familie.

Damit Eltern neben der eigenen Arbeit nicht auch noch zusätzlich durch das Zubereiten der Mahlzeiten gestresst sind, kann eine gute Planung helfen. So können Sie zum Beispiel Mahlzeiten für eine Woche im Voraus planen und eventuell auch vorkochen. Auch die Kinder können mit der Erstellung solcher Pläne und der Zubereitung von Mahlzeiten miteinbezogen werden.

Wissenswert beim Lernen zuhause

Struktur und Planung für den (Schul)Tag

Durch die Erfahrungen aus dem Lockdown im Frühjahr haben die Schulen für das Homeschooling jetzt schon Einiges weiterentwickelt. Die meisten orientieren sich mit Videokonferenzen und Arbeitsaufträgen am bisherigen Stundenplan der Kinder. Somit haben die Kinder ein Grundgerüst, an dem sie sich vormittags orientieren können. Auch die meisten Lehrkräfte haben einen Wochenplan entwickelt, auf dem steht, was jeden Tag zu tun ist und bis wann es erledigt oder zurückgeschickt sein sollte.

Zu Beginn des Tages empfiehlt es sich, mit jüngeren Kindern zu besprechen, was heute zu tun ist, welche Materialien dafür nötig sind und diese parat zu legen. Je nach verfügbarer Zeit kann dies auch am Vorabend erfolgen.

Angemessene Kontrolle

Sie kennen Ihr Kind am besten: erledigt es seine Aufgaben zuverlässig und selbständig? Dann reicht es aus, wenn sie sich in unregelmäßigen Abständen von Ihrem Kind zeigen lassen, was es erledigt hat. Es schafft Entlastung für beide Seiten, wenn Sie Ihrem Kind vertrauen.

Bei Kindern, die weniger Eigenmotivation zeigen, ist es sinnvoll, gemeinsam den Tag vorzubereiten (siehe Struktur). Außerdem können Sie einen Zeitpunkt vereinbaren, wann sie sich nochmals gemeinsam mit dem Kind zusammensetzen und die Vollständigkeit der Aufgaben überprüfen.

Denken Sie daran: Sie sind keine Lehrkraft! Für Korrekturen, Rückmeldungen etc. sind die Lehrkräfte zuständig.

Belohnung steigert die Motivation

Überlegen Sie sich, wie und womit sie Ihr Kind belohnen können. Auch das Lernen zusammen mit einer festen Klasssenkameradin/einem festen Klassenkamerad kann die Motivation Ihres Kindes fördern.

Pausen sind wichtig

Wenn ein Kind sehr lange an einer Aufgabe festhängt, ist eine Unterbrechung gefragt. Lässt die Konzentration nach, wirken ein paar Minuten Bewegung oft wahre Wunder. Kommt das Kind mit dem Lerninhalt nicht klar? Hier kann ein Video-Chat mit einem Mitschüler/einer Mitschülerin hilfreich sein. Auch viele Lernseiten bieten gute Unterstützung.

Was tun bei Überforderung?

Wenn Sie merken, Ihr Kind ist vom Lern-Pensum dauerhaft überfordert, nehmen Sie Kontakt zu den Lehrkräften auf und besprechen Sie dies!

Auch die sozialpädagogische Fachkraft an der Schule Ihres Kindes können sie bei Schwierigkeiten ansprechen.

Dieser Artikel wurde verfasst von Kristin Frank, Sozialpädagogische Unterstützung am Gymnasium Olching.

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