Ich schau doch nur kurz!
Bestimmt kennen Sie das: Ihr Kind sitzt auf der Schaukel und ruft: „Schubs mich an!“ Erst macht es Spaß, aber nach ein paar Minuten wird es langweilig. Sie holen Ihr Handy heraus und schauen nach neuen Nachrichten.
Oder Ihr Kind isst Brei. Löffel für Löffel – das dauert. Schnell mal auf Handy schauen? Das ist verlockend.
Das geht vielen Eltern so. Das Smartphone ist immer dabei und gehört zu unserem Alltag. Doch kann das auch schlecht für unser Kind sein?
Warum kann das Smartphone ein Problem sein?
Fachleute sagen: Wenn Eltern oft auf ihr Handy schauen, hat das Folgen für Kinder.
Eltern hören manchmal nicht richtig zu oder reagieren gereizt
Kinder fühlen sich nicht beachtet und werden traurig oder wütend
Sie versuchen, Aufmerksamkeit zu bekommen – zum Beispiel durch Weinen, Schreien oder Quengeln
Manche Eltern geben dann das Handy oder ein Tablet, um das Kind zu beruhigen. Doch das ist keine gute Lösung. Kinder müssen lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen. Das nennt man „Selbstregulation“.
Wenn Eltern ein Baby aufmerksam und liebevoll begegnen, lernt es, sich sicher und geborgen zu fühlen. Eine wichtige Grundlage für eine gesunde emotionale Entwicklung.
Wie kann ich mein Handy nutzen und trotzdem für mein Kind da sein?
Hier ein paar Tipps:
Machen Sie Handy-Pausen kurz und schauen Sie Ihr Kind dabei an, lächeln Sie oder berühren Sie es
Sagen Sie vorher Bescheid: „Ich muss kurz eine Nachricht schreiben, danach spiele ich wieder mit dir“
E-Mails oder Videos können warten – am besten, wenn Ihr Kind schläft oder spielt
Regeln helfen: Zum Beispiel keine Handys am Esstisch
Wichtig: Niemand ist perfekt! Manchmal ist das Handy eine Hilfe, wenn es stressig ist. Aber Kinder brauchen unsere Aufmerksamkeit. Sie lernen von uns, wie man mit Gefühlen umgeht. Deshalb: Seien Sie ein gutes Vorbild!