Trotzphase

Meistens kommen Kinder rund um den 2. Geburtstag in die Trotzphase. Das Kind löst sich mehr und mehr von den Eltern und erkennt, dass es ein eigenes Ich mit eigenen Wünschen und Zielen hat. Es möchte seine neu errungene Selbstständigkeit natürlich gleich testen und wird furchtbar enttäuscht, wenn sein Vorhaben nicht so klappt, wie gedacht, bzw. wenn es von Mama oder anderen Erwachsenen ausgebremst wird. Die Gefühle der Wut und Enttäuschung überwältigen das Kind, es bekommt einen Trotzanfall.

Das Gute ist also: Die Trotzphase ist ein wichtiger und notwendiger Schritt in der Persönlichkeitsreifung ihres Kindes! Nur wie ausgeprägt diese Phase ist - das ist sehr unterschiedlich.

Wichtig ist jetzt:

  • Das Kind in seinem Autonomiestreben unterstützen, aber ihm auch gleichzeitig das Gefühl geben, immer da zu sein.

  • Das Trotzen nicht persönlich nehmen - es richtet sich nicht gegen die Eltern - es ist das Gefühl der Frustration, mit dem das Kind nicht umgehen kann.

  • Dinge ausprobieren lassen, die das Kind in der Selbstständigkeit fördern, um so Trotzanfällen entgegenzuwirken.

  • Nicht schimpfen oder bestrafen - nehmen sie Ihr Kind in den Arm, zeigen Sie, dasses nicht alleine damit fertig werden muss.

  • Benennen Sie Gefühle und zeigen Sie Verständnis - z. B. "Du bist wütend, weil du deine Schuhe nicht alleine anziehen kannst, das ist aber auch wirklich schwer."

  • Bevor solche Situationen entstehen (z. B. an der Supermarktkasse) klare Aussagen machen - "Wir kaufen nichts an der Kasse" -> Alternativen anbieten - "...wenn wir zuhause sind, kannst du etwas Süßes bekommen."

  • Regeln einhalten und konsequent sein - Anzahl der Regeln überschaubar halten - was ist ihnen wirklich wichtig?

  • Das Kind ernst nehmen und kompromissbereit sein!

Die Phase endet meist um das 4. Lebensjahr, wenn Kinder ihre Grenzen abgesteckt und gelernt haben, dass ihre Fähigkeiten begrenzt sind.

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